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Im Jahr 2018 wurde Frau Dr. phil. Annette Massmann in Berlin für die Wirkung ihrer weltweiten humanitären Arbeit mit dem „25-Frauen-Award“ in der Kategorie „Impact“ ausgezeichnet. Doch damit nicht genug: 

Gleichzeitig gewann sie auch den Publikumspreis, der im Rahmen des „25-Frauen-Awards“ vergeben wurde. 

Dieser Award wird von dem digitalen Business- und Lifestylemagazin für Frauen – Edition F – zusammen mit dem „Handelsblatt“ und der „Zeit online“ an diejenigen Frauen verliehen, die in der Wirtschaft revolutionäre Veränderungen im positiven Sinne bewirken. 

Eine solche Auszeichnung und Anerkennung kann nur ihrem weltweiten Engagement für eine bessere Perspektive der Ärmsten der Armen und ihrer Unterstützung von Frauen in so genannten „Dritte-Welt-Ländern“, die ihr Leben trotz aller Widrigkeiten mit Mut und Kraft in die Hand nehmen, um eine Änderung zum Besseren herbeizuführen und dafür gerne die Hilfe von Dr. Massmann und der „Zukunftsstiftung Entwicklung“ bei der GLS Treuhand annehmen, gelten. 

  

Interessant ist auch die Vita mit einem vielseitigen Studium und den beruflichen Stationen von Frau Dr. Massmann, die als Grundlage für ihre Erfolge durchaus zu werten sind.

Ihre Studien der Kommunikationswissenschaft, Publizistik sowie Germanistik und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) schloss Annette Massmann mit dem Magister ab. Es folgte ein Studium der Ökonomie und lateinamerikanischen Geschichte in Santiago de Chile. In dieser Zeit absolvierte sie Praktikas bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen. Zwischen 1993 und 1997 arbeitete Annette Massmann für verschiedene Träger der Entwicklungszusammenarbeit in Mittelamerika. Erst 1998 kehrte sie an die RUB zurück, wo sie mit dem Forschungsprojekt über Kuba begann. Nach erfolgreicher Promotion wurde ihr der Titel Dr. phil. verliehen. 

In Ihrer Dissertation ging es um das brisante aber auch interessante Thema „Kuba: Medien, Globalisierung, „Macht“ in Form einer „Indikationsanalyse zur Klassifikation von Mediensystemen im Zeitalter der globalen Netzwerkgesellschaft“. 

Zu den beruflichen Stationen von Frau Dr. Massmann gehören nicht nur Projekte in Mittelamerika für unterschiedliche NGOs und staatliche Träger. 

Sie war darüber hinaus als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften der (RUB) tätig. Nicht zu vergessen ist ihre Tätigkeit im Bereich Konzeption und Aufbau und wissenschaftliche Mitarbeit am Institut für Medienwissenschaft. Auch am „Institute for Social Banking - Training and Research“ übernahm sie nicht nur die Konzeption. Sie engagierte sich gleichermaßen am Aufbau des Instituts. 

Wenn wir uns jetzt dem Tätigkeitsfeld von Frau Dr. Massmann zuwenden, führt der Weg zur „Zukunftsinstitut Entwicklung“ bei der GLS Treuhand. Dort begann sie ihre Tätigkeit im Jahr 2005 und übernahm 2006 die Geschäftsführung der Zukunftsstiftung Entwicklung. Die Menschen vor Ort stehen dabei im Fokus Ihrer Aufmerksamkeit. 

Aktuell fördert diese Stiftung 84 Projekte / Partnerorganisationen in mehr als 20 Ländern weltweit. Der biologische Landbau, die Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Frauen sowie von Kleingewerbe aber auch die Bereiche Bildung und Gesundheit bilden die Schwerpunkte. Das globale, aber gleichzeitig auch lokal verankerte praktische Netzwerk mit sozial-ökologischen „Agents of Change“ ist aus diesen Projekten, diesen Partnerorganisationen heraus entstanden. 

  

Was resultiert auf öffentlicher, aber auch politischer Ebene durch dieses Engagement? 

Wichtige Impulse gibt Frau Dr. Massmann mit Ihrer Arbeit bezüglich der entwicklungspolitischen Debatte. Dabei steht sie auch zu Ihren persönlichen Erfahrungen, die sie einfließen lässt. So ist zum Beispiel ihrer Erfahrung nach durchaus die Möglichkeit gegeben, mit einer kontinuierlichen und schrittweisen Kooperation nicht nur in Slums, sondern auch in ländlichen Armutsregionen die Wirklichkeit der Lebensnachhaltigkeit zu verbessern. Auch die Eröffnung einer gesellschaftlichen Partizipation, der Schutz der Umwelt sowie die Erhöhung der Biodiversität und daraus die Erzielung von Einkommen sind für sie nach wie vor erstrebenswerte und realisierbare Ziele. 

  

Schauen wir uns einige Beispiele an: 

Zusammen mit ihrem Partner „SACDEP“ erreichte die „Zukunftsstiftung Entwicklung“ die so dringend erforderliche Ernährungssicherheit in Verbindung mit einer Ernährungssouveränität von mehr als 150.000 bäuerlichen Kleinfamilien in Kenia. Zusammen mit der Organisation „KARMUHL“ konnte die erfolgreiche Rekultivierung von absolutem Ödland in Indien umgesetzt werden. Mittlerweile führt der Ertrag aus dieser Bewirtschaftung zu einem Einkommen für die dort arbeitenden Menschen und ihren Familien. Zwei Meilensteine, an die zuvor niemand geglaubt hat. 

Als ebenfalls beispielhaft zu nennen ist innerhalb der „Zukunftsstiftung Entwicklung“ das Projekt „Kleinbäuerinnen in Kenia“, wo es um die Errichtung von Wassertanks und Biogasanlagen aber auch die Aufzucht und Nutzung von Milchziegen geht. 

Solche Projekte zeigen, dass auch in Armuts- und Krisenregionen eine nachhaltige Entwicklung durchaus möglich sein kann. Vorausgesetzt, die Kooperation orientiert sich an den Gegebenheiten vor Ort. Damit ist nicht nur die Fortbildung der Menschen gemeint. Es geht vielmehr auch um die Implementierung einer angepassten Technologie und nicht zuletzt um die Volumina in puncto Finanzierungen. 

Abseits von den einzelnen Projektlaufzeiten arbeitet die „Zukunftsstiftung Entwicklung“ immer mit dem Blick auf die einzelnen Notwendigkeiten, die von Projekt zu Projekt unterschiedlich sind. Der Kontakt auf Augenhöhe mit den lokalen Partnern vor Ort ist bei allem ein wichtiges Instrument. 

Die Abstimmung der einzelnen Projekte erfolgt in Projektagreements. Und am Ende steht die gemeinsame Evaluierung. 

Bei so viel zielführendem Engagement kann man auch unsererseits Frau Dr. Massmann zur Auszeichnung „25-Frauen-Award“ und dem Publikumspreis nur gratulieren und für die Zukunft weiterhin viel Erfolg wünschen. 

Der bei der Verleihung auf Leinwand publizierte Satz von Mahatma Gandhy: „Be the change, you want to see in the world“ bringt zum Ausdruck, wofür Frau Dr. Annette Massmann sich mit ihrem Engagement und großen wie auch kleinen Erfolgen innerhalb der „Zukunftsstiftung Entwicklung“ immer wieder einsetzt. 

 

Worin liegt für Annette Massmann die Faszination Ihrer Tätigkeit? 

Die zur Verfügung stehenden Mittel dorthin vergeben zu können, wo sie direkt ankommen und benötigt werden, ist für Frau Dr. Massmann Motor und Faszination gleichermaßen. Den Menschen kann sie mit den Mittelzuwendungen die erforderliche Grundlage bieten, für sich selber eine vor allem tragfähige Lebensperspektive aufzubauen. Die Menschen innerhalb ihres sozialen Umfeldes, ihrer sozialen Einbettung, in ihrem gemeinnützigen Handeln zu fördern und zu stärken, steht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Ihre und die Erfahrungen der „Zukunftsstiftung Entwicklung“ zeigen, dass es die Frauen sind, die trotz Armut mit Mut und Kraft als Motor für diese Entwicklung auftreten. Frau Dr. Massmann sieht sich selber in der Rolle als Brückenbauerin und Vermittlerin. Eine Arbeit, die ihr immer wieder sehr viel Freude bereitet. 

Im Zusammenhang mit ihren diesjährigen Auszeichnungen, die wir eingangs bereits erwähnt haben, möchten wir abschließend auf interessante Ehrungen und Auszeichnungen in der Vergangenheit aufmerksam machen. 

So wurde nach Ausschreibung des Wettbewerbs durch die Fundraising und Impact Agentur die „Zukunftsstiftung Entwicklung“ bei der GLS am 10. und 11. November 2017 mit dem ersten Preis des Charicomm Impact Contest ausgezeichnet. Gemeinsam mit anderen Finalistinnen nahm Frau Dr. Massmann am Workshop der Agentur in Hamburg teil. Zusammen mit Julia Feldhausen überzeugte sie die Jury nicht nur vom Ansatz, sondern auch von der Arbeit der „Zukunftsstiftung Entwicklung“. 

Als erste internationale Organisation erhielt die „Zukunftsstiftung Entwicklung“ bei der GLS Treuhand im Februar 2018 auch den Award von PELUM (Participatory Ecological Land Use Management ) Kenia, einem Netzwerk von unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen und Nichtregierungs-Organisationen sowie 49 Mitgliedsorganisationen. Diese arbeiten mit Kleinbauern in Ost-, Zentral- und Südafrika zusammen. Die partizipative ökologische Landnutzung sowie Managementpraktiken und der Aufbau von individuellen Begabungen werden vom Netzwerk gefördert. Gleichzeitig werden die Gemeinschaften gestärkt, und die Kleinbauern darin unterstützt, wenn Sie ihre Rechte einklagen müssen. 

  

PELUM äußert sich wie folgt zur Auszeichnung der „Zukunftsstiftung Entwicklung“: 

  

  • *,,This Award ispresented by PELUM Kenya to the GLS Future Foundation for Development Germany, in recognition of their great effort in support of truly sustainable development and networking aimed at providing the lives of womenchildren and smallholder farmers in Africa.’’ 
  • *wörtlich wiedergegeben

  

Berichtet werden könnte noch über sehr viele zielführende Projekte und Partnerorganisationen. Zum Beispiel über „Peermade Development Association (PDS) oder Ekta Parishad, die in Kerala / Indien tätig ist. 

Auch kulturelle Events gehören zum Programm, wenn es um die Unterstützung von Projekten geht. So fand am 27.09.18 ein Benefiz-Konzert unter dem Namen: „Gemeinsam geht es besser“ statt, an dem die GLS Band Ihre musikalischen Klänge zum Besten gibt. Der Erlös ging unter anderem an die Partnerorganisation „YARD“ (Youth Action for Rural Development“. Diese Organisation steht in Kenia für eine soziale und gemeindenahe Versorgung und Begleitung von Aidswaisen. Zudem konnte durch diverse Schulungen die Ernährungs- und Einkommenssituation der Pflegefamilien verbessert werden. In die Vergangenheit gesetzt; Ihr Einverständnis vorausgesetzt 

 

Der Blick in die Zukunft von Frau Dr. Massmann 

Wörtlich wiedergegeben lautet ihre Antwort: „Wenn wir so weitermachen, muss das Leben auf der Welt umziehen – ich weiß nur noch nicht wohin“. 

Bezüglich Migration, Dürre und Hunger sind weltweit große gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. 

Auf den Menschen als Individuum bezogen zitiert sie gerne den Satz eines 12-jährigen Jungen, der an AIDS verstarb: „Do what you can, with what you have, in the time you have, in the place you are.“ 

Das eigene Leben, den eigenen Konsum überdenken und in Teilbereichen zu ändern, sieht Annette Massmann als wichtigen Schritt. Jedem Einzelnen, aber auch der Allgemeinheit kann es nur zum Vorteil gereichen, sich mehr soziale Auszeit zu gönnen. Auch sollten sich die Menschen gegenseitig mehr Hilfestellungen und Aufmerksamkeit schenken. 

Der “teilweise“ Verzicht auf Fleisch und mehr Bioprodukte zu konsumieren, könne helfen, die Umwelt und damit auch das Klima zu schützen. 

Auf politischer Ebene gehört zu Ihrer Hoffnung, dass es zu einer Verhandlung der European Partnership Agreements kommt, die den afrikanischen Ländern eine reale Chance zugesteht, damit sie aus der Rolle der billigen Rohstofflieferanten aussteigen können.

  

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