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Uber: Beispiel für Disruption

 

Uber, ein Unternehmen, dass in der Disruption Diskussion vertreten ist. 

Die Corporation Uber, mit Sitz in San Francisco wurde im Jahr 2009 gegründet. Es handelt sich um ein Dienstleistungsunternehmen zur weltweiten Vermittlung von Online-Diensten für die Personenbeförderung in mehr als 600 Ländern. Damit gehört Uber zur Branche Personenlogistik. 

Die Leitung liegt in der Verantwortung von CEO Dara Khosrowshahi und Chairman Garrett Camp. 

Die Firmenstruktur ist in folgende Bereiche gegliedert: 

  • UberKittens und 
  • UberWedding (beide nicht mehr am Markt) sowie 
  • UberMilitär  und Uber Pool (auch nicht mehr am Markt) 
  • UberX und UberBlack für die Vermittlung von Fahrgästen an Mietwagen mit Fahrer 
  • UberPop steht für die Vermittlung von Fahrgästen an private Fahrer mit eigenem Auto 
  • UberTaxi vermittelt reguläre Taxis über eine Website oder Smartphone-App 
  • UberAir für zukünftige Senkrechtstarter und -lander 
  • UberEats für die Essenslieferung 

Die Geschichte der Corporation “Uber"

Die Aufteilung von Bits und Atomen inklusive einem rasant wachsenden On-Demand-Netzwerk innerhalb einer globalen Logistikschicht ist aus einer einfachen Idee gewachsen. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass eine ganze Branche disruptiert (verändert) wurde. 

Alles begann damit, dass 2008 Garrett Camp und Travis Kalanick in Paris kein Taxi fanden. Das war für die Beiden die Initialzündung für die Gründung von “Uber“. 

Im März 2009 kam die Smartphone-App UberCab auf den Markt. Einfach einen Knopf drücken und sich mitnehmen lassen. Die erste Fahrt in San Francisco, für die UberCab den ersten Fahrer mit einem Stadtauto verbindet, erfolgt am 5. Juli 2010. 

Ab Oktober 2010 heißt das Unternehmen nur noch Uber“. Es erfolgt eine weitere Abspaltung vom eigentlichen Taxigeschäft. 

Im Dezember 2011 erfolgt der internationale Durchbruch in Paris. 

Im Juli 2012 begann Uber mit der Auslieferung von Eis durch Fahrer in sieben Städten der USA. Seitdem wird Eis in jedem Sommer geliefert. 

Im November 2012 startet Uber in Sidney, Australien. 

Im August 2013 wird mit dem Start in Mexico City die Expansion in Mittel- und Südamerika eingeleitet. 

Zwei Monate später, im Oktober 2013, beginnt “Uber“ in den Vereinigten Staaten die Zusammenarbeit mit Tierheimen. Es kommt zur Gründung von “UberKittens“. Von den Fahrern werden 15 Minuten Kuschelzeit und Cupcakes verlangt. Die Erlöse gehen an die lokalen Tierheime. 

Der April im Jahr 2014 ist davon gekennzeichnet, dass Uber in 100 Städten vertreten ist. 

Einen Monat später, im Mai 2014, kommt es während der Kampagne „UberSpringCleaning“ zur Zusammenarbeit mit Goodwill, damit Spendenabholungen auf Abruf bereitgestellt werden können. 

Im Juni 2014 machte “UberWedding“ Schlagzeilen. 

Der Start von UberPool in San Francisco erfolgt im August 2014. Im Fokus stehen das Teilen gleicher (Wege) Fahrstrecken und das Teilen der Kosten. Ziel: Die Überlastung der Straßen abbauen und die Verschmutzung der Städte reduzieren. 

Der Start von UberMilitär erfolgt im September 2014. Dafür arbeitet der ehemalige Verteidigungsminister Dr. Robert Gates mit der Corporation Uber zusammen. Mehr als 50.000 Soldaten verdienen bereits 18 Monate später mit Uber Geld. 

Im Dezember 2014 heißt der Slogan: „5 Millionen Kinder werden nicht hungrig ins Bett gehen.“ Damit das in die Tat umgesetzt werden konnte, spendeten die Fahrer von Uber in den USA 5 Millionen Essen, die bedürftigen Kindern zugute kamen. 

Zur Zusammenarbeit mit “Madd“ (Mother Against Drunk Driving) kam es im Januar 2015. Man hatte sich auf die Fahne geschrieben, die Trunkenheit am Steuer zu reduzieren. Die Leute wurden ermutigt, einen bestimmten Fahrer anzurufen, und nicht selber zu fahren, wenn sie vorher Alkohol getrunken hatten. 

Im April 2015 startet UberIsst. Dafür entwickelt sich UberFRESH zu UberEats. Dadurch können Konsumenten in LA, NYC sowie in Chicago On-Demand-Köstlichkeiten genießen. 

Seit Mai 2015 ist Uber in 300 Städten vertreten. Im gleichen Monat finden taube Partner eine neue Art des Verdienens. Sie erzielen durch die Partnerschaft mit Uber eine höhere finanzielle Unabhängigkeit und können sich Träume verwirklichen. 

In Indien kann bei Uber seit Juni 2015 mit Bargeld bezahlt werden. Eine Premiere. 

Saudi-arabische Frauen werden im Dezember 2015, als sie zum ersten Mal wählen dürfen, mit Uber zum Wahlort gefahren. 

Diese Errungenschaften bedeuten im Sinne einer disruption Aufbruch und Wendung zu etwas Neuem. Insbesondere für die meisten Frauen eine Entwicklung zum Positiven. Vor allem aus sozialer aber auch aus ökonomischer und politischer Sicht. 

Am 30. Dezember 2015 erfolgt nach fünf Jahren die Fahrt mit der Zahl 1 Milliarde. 

Eine weitere finanzielle Stärkung erfährt Uber durch die Beteiligung von Toyota ab Mai 2016. Zu den bereits aktiven Investoren gehören zu diesem Zeitpunkt Benchmark Capital, Goldman Sachs sowie Google Ventures. Nicht zu vergessen First Round Capital, Sowercase Capital und Menlo Ventures. Dies zeigt, wie breitgefächert das Unter nehmen aufgestellt ist. 

Uber: Beispiel für Disruption

Kontroverse Fakten, die im Zusammenhang mit einer Disruption (Marktveränderung) gesehen werden können. 

Der Dienstleistungsbereich UberPop vermittelt private Fahrer inklusive deren eigenen PKws an Kunden, die von A nach B möchten. Dieses Angebot wird von Uber als Bestandteil der Share Economy betrachtet. In dieser stellt jeder sich und seine Fähigkeiten für die Allgemeinheit zur Verfügung. Befürworter sehen darin eine App-gestützte Variante der Mitfahrgelegenheit bzw. Mitfahrzentrale. Die schnellere Verfügbarkeit einer Mitfahrgelegenheit über die App im Vergleich zur Buchung mittels Telefon führt bereits regional zu einer Disruption am Markt des Personenbeförderungssektors. 

Der Unterschied zu Mitfahrzentralen bzw. Mitfahrgelegenheit liegt aber in folgenden Details: 

Bei den Mitfahrzentralen bzw. Mitfahrgelegenheit orientiert sich das Entgelt hauptsächlich an den Selbstkosten des Fahrers. Dieser erwirtschaftet somit keinen Gewinn. Er fährt lediglich kostendeckend. 

UberPop hingegen berechnete zu Anfang pro Kilometer etwa 80 % des normalen Taxitarifs. Eine Senkung erfolgte am 07. Oktober 2014 auf 0,35 € je Kilometer in zwei Städten Deutschlands. Dies erfolgte, um der lediglich zulässigen Kostendeckung zu entsprechen. Uber wollte damit den drohenden gerichtlichen Auseinandersetzungen zuvor kommen. 

Trotzdem ist das Uber-Angebot in vielen Teilen lt. vieler Juristen und von zwei deutschen Gerichten in mehreren Teilen nicht rechtskonform. 

Die Uber-Fahrer müssen keinen speziellen Führerschein zur Fahrgastbeförderung vorlegen. Uber verlangt nur ein Führungszeugnis und darüber hinaus Informationen über den Punktestand beim Kraftfahrt-Bundesamt. Geeichte Wegstreckenzähler, ein 12-monatiger Nachweis bezüglich des technischen Zustands des Fahrzeuges und eine Überprüfung der gesundheitlichen Eignung (Sehtest) werden nicht eingefordert. Taxifahrer müssen diese zur Erneuerung des Führerscheins zur Fahrgastbeförderung alle fünf Jahre vorgelegt werden. Entsprechend der deutschen Rechtsauffassung unterliegt Uber damit einem Verstoß gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz, kurz PBefG genant, und daraus folgend einem Wettbewerbsverstoß. 

Stehen diese Verstöße einer Disruption im Personenbeförderungssektor im Wege? 

Mit der Einstufung als Verkehrsdienstleister, nicht als Vermittler, erleidet Uber vor dem Europäischen Gerichtshof eine Niederlage. Das bisherige ursprüngliche Geschäftsmodell wird damit unmöglich, weil keine wesentliche Unterscheidung mehr gegenüber klassischen Taxifahrten vorliegt. Damit dürfte auch für Uber-Fahrer eine Lizenz erforderlich werden. 

Es folgten innerhalb und außerhalb Proteste in Form von Angriffen auf Uber-Fahrer sowie Proteste von Taxifahrern und Untersagung der Uber-Dienste in Brüssel und New York. Dadurch wurde nicht nur die Politik auf das Problem aufmerksam, sondern auch die Uber-Kunden. In London beispielsweise stieg die Zahl von Neuanmeldungen gegenüber dem Durchschnitt um 850 %. 

Andererseits wurde in vielen Ländern dieser Uber-Dienst verboten oder Uber stellte den Dienst von sich aus ein. 

In Chile hingegen wird Uber wie auch der spanische Konkurrent Cabify nicht verboten und sogar im Fernsehen beworben. Allerdings ist das Verhältnis von Uber zu den Sicherheitskräften, die die Fahrzeuge illegaler Taxichauffeure konfiszieren, angespannt. 

Wie sieht die Situation speziell in Deutschland aus? 

Uber bietet seine Dienste UberTaxi seit Oktober 2014 in Deutschland an, indem örtlich konzessionierte Fahrer mit Auto an die Kunden vermittelt werden. Also so, wie es auch myTaxy oder Taxi.eu via App anbieten. Damit steht UberTaxi in direkter Konkurrenz zu den bereits am Markt etablierten Taxiunternehmen. Es ist eine Disruption-Situation in Deutschland eingetreten, weil das angebotene Produkt sehr ähnlich ist. 

Als registrierter Kunde erhält er nach Buchung über die App Name und Telefonnummer des Fahrers auf sein Smartphone. Damit ist dieser Dienst von Uber ganz im Gegensatz zu seinen anderen Angeboten, nicht umstritten. 

Zu bedenken ist aber, dass Funkmietwagen im Gegensatz zu Taxen nur am Betriebssitz bzw. während der Fahrt via Telefon neue Aufträge annehmen. Die Effizienz via App kann aber um ein Vielfaches höher sein. 

Hinzu kommt, dass Taxidienstleistungen in Deutschland einer Reglementierung über das PBefG unterliegen. Die vorgeschriebene Taxikonzession bzw. Mietwagenerlaubnis besitzt UberPop jedoch nicht. Deswegen sind viele Juristen und natürlich auch Taxiunternehmen der Ansicht, dass ein Wettbewerbsverstoß vorliegt. 

Das Landgericht Frankfurt erklärte am 18. März 2015 in einer Grundsatzentscheidung den Dienst für ganz Deutschland als wettbewerbswidrig. Als Grund wurde angegeben, dass die Fahrer ohne Lizenz fahren und die Fahrpreise die Betriebskosten übersteigen. 

Es kam, wie es wohl kommen musste: 

Uber stellte Ende Mai 2015 seinen Dienst UberPop vollständig in Deutschland ein. Uber-Chef Dara Khosroshahi kündigte dann im Juni 2018 an, sich auf die Vermittlung von E-Bikes und E-Autos zu fokussieren. 

Parallel kam es zur Gründung von UberX in Deutschland. Ein Dienst, der in anderen Ländern schon länger angeboten wird. Damit passt sich das Unternehmen an die bestehende Regulierung in Deutschland an und vermittelt Fahrten, die nur von lizenzierten Mietwagenunternehmen angeboten und durchgeführt werden. Den Personenbeförderungsschein besitzen alle Fahrer. 

Streitpunkt bei Einkommen und Steuerpflicht von Uber-Fahrern 

Die offiziellen Taxis und Mietwagen (Minicars) müssen eine Gewerbeanmeldung und eine Genehmigung für die gewerbliche Personenbeförderung vorweisen. Uber kann dies, wenn es mit UberBlack bzw. UberTaxi auf angeschlossene Funkmietwagenunternehmen zurückgreift. Viele Taxiunternehmer sind aber der Ansicht, dass dies auch bei den privaten Fahrern mit eigenem PKW gelten müsse. Dies hätte zur Folge, dass auch die privaten Fahrer mit eigenem Auto einen Personenbeförderungsschein und die Regelungen für ein gewerbliches Einkommen einhalten müssen. Dies käme dann einer Gleichstellung mit den etablierten Taxiunternehmen und all ihren Verpflichtungen gleich. Auch daran ist zu erkennen, wie schnell ein spezieller Marktbereich disruptiert werden kann. 

Die Kosten und Fahrpreise im Vergleich mit etablierten Taxiunternehmen 

Fahrten mit UberPop werden von Uber im Durchschnitt 20 % günstiger angeboten als die der Konkurrenten des Gewerbes der Personenbeförderer. Der Grund liegt in der Tatsache begründet, 

dass die privaten Fahrer bei UberPop keine Kosten haben für 

  • die jährliche Hauptuntersuchung des Autos 
  • die regelmäßige Eichung des Fahrpreisanzeigers 
  • die in der Kalkulation zu berücksichtigenden Wartezeiten, wenn kein Auftrag vorliegt 
  • die vorgeschriebenen Alarmanlagen 
  • die regelmäßig durchzuführende Eignungsuntersuchung 

Eine weitere Kostenersparnis entsteht durch die App-Buchung, die keine der teuren Fahrtvermittlungssysteme benötigt wie eine klassische Taxizentrale. 

Entgegen diesen Kostenersparnissen stellen sich die Kosten für die Fahrtenvermittlung höher dar. Für die Vermittlung nimmt Uber 20 % des individuellen Fahrpreises zuzüglich 4,2 % Steuern. Diese gehen an den Sitz der Firma. Die Annahme von Trinkgeldern wird seitens Uber nicht gewünscht. Bei Taxifahrern ist dies durchaus üblich und auch gelebte Praxis. 

Der von der App vorgegebene Fahrpreis, der keiner behördlichen Festlegung unterliegt, wird vom Mitfahrer mittels Kreditkarte oder PayPal bezahlt. Die behördliche Unabhängigkeit bei der Preisgestaltung verschafft Uber viel Freiraum. So bietet Uber meistens nicht nur unter den Preisen der Konkurrenz seine Fahrten an. Vielmehr kann das Unternehmen Uber bei einem erhöhten Fahrtenaufkommen durch beispielsweise Messe- oder Konzertveranstaltungen die Preise erhöhen. Diese Möglichkeit hat Uber auch bei einer Verknappung des Angebotes durch (unvorhersehbare) Ereignisse wie Streiks im ÖPNV, Schneefall, Straßensperrungen oder Unwetter. Damit ist eine zeitlich begrenzte Disruption am Markt zu erkennen, weil auf die Ereignisse in unterschiedlicher Art und Weise reagiert wird. 

Was hat es mit UberAir auf sich? 

Fiktion oder baldige Wahrheit mit massiver Disruption im Bereich der Personenbeförderung? 

Am 08. November 2017 teilte das Unternehmen Uber mit, einen städtischen Taxidienst mit elektrischen Hubschraubern innerhalb einer Kooperation mit der NASA zu verwirklichen. Die ersten Demonstrationsflüge sollen in Los Angeles, Dallas und einem dritten Land, das noch nicht festliegt, im Jahr 2020 durchgeführt werden. Die ersten kommerziellen Angebote mit von Menschen pilotierten Lufttaxis sind für 2023 geplant. Landen sollen diese Lufttaxis auf Vertiports. Das können zum Beispiel Landeflächen für Helikopter auf Parkhäusern sein. 

Wegen des großen Interesses der internationalen Gesellschaft wurde der Prozess für die Einreichung eines „Express of Interest“ bereits formalisiert. In diesem können interessierte Städte unmittelbar mit Uber in Kontakt treten, um zu diskutieren, wie UberAir positiv auf den Markt wirken kann. Außerdem ist so eine Zusammenarbeit möglich, um bei der Skalierung des Dienstes gemeinschaftlich zu agieren. 

Die Disruptierung (Disruption) im Personenbeförderungssegment wird also nicht nur weiterhin auf der Straße stattfinden, sondern zukünftig darin bestehen, dass mit UberAir durch die senkrecht startenden und landenden Flugzeuge (VTOLs) weitreichende Veränderungen die Städte und ihre Bewohner erreichen. Das tägliche Pendeln wird schneller, die Verkehrsstauungen nehmen ab und die Luft wird sauberer. 

Uber: Beispiel für Disruption:

Zur Verdeutlichung der möglichen Disruption folgende Szenarien.

Eine Fahrt von San Francisco Marina in den innerstädtischen Bereich von San Jose dauert nicht mehr ca. 2 Stunden, sondern nur noch 15 Minuten. 

Die täglich weltweit verschwendeten Millionen von Stunden auf den Straßen der Individuen beim Pendeln zwischen Arbeit und Job ergeben in Los Angeles einen Produktivitätsverlust von ca. einer halben Million Stunden pro Tag. 

In Sidney und Los Angeles verbringen die Bewohner pro Jahr sieben Wochen im Stau. 

Daraus ergibt sich: 

Weniger Zeit für uns selber, für die Familie, für die Freizeitgestaltung aber auch für den Job. 

Zunehmende Luftverschmutzung, mehr Treibstoffkosten und stetig steigender Verbrauch von endlichen Ressourcen wie Erdöl und Erdgas. 

Mit UberAir würden all diese Negativfaktoren zunehmend minimiert. Die Zeitersparnis läge sogar bei über 50 %. 

Hinzu kommt, dass diese VTOLs nicht an festgelegte Routen gebunden sind. Staus und Verspätungen durch eine vorgegebene Streckenführung würden der Vergangenheit angehören. 

Auf jeden Fall ist heute schon zu sagen; dass die herkömmliche Personenbeförderung immer mehr und wahrscheinlich auch im Laufe der Zeit immer schneller in den Hintergrund gedrängt würde mit dieser Entwicklung. Die heute bestehende Personenbeförderungsbranche würde vehement an Attraktivität bei ihren Kunden verlieren und somit disruptiert werden. Nicht zuletzt deswegen, weil die VTOLs im On-Demand-Nahverkehr nicht nur leise und schnell, sondern auch sicher und effizient eingesetzt werden können. 

Wie groß das Interesse an dieser Entwicklung ist, zeigt das 2. Uber Elevate Summit in Los Angeles, CA, im Skirball Center, an dem mehr als 750 führende On-Demand-Luftfahrtführer aus Wissenschaft, Regierung und Industrie teilgenommen haben. 

Eine Disruption wie aus dem Bilderbuch würde mit der stufenweisen Einführung solcher VTOLs um sich greifen, weil die Mobilität in den Städten radikal verbessert würde. Dem hätten die klassischen Unternehmen zur Personenbeförderung auf der Straße nichts entgegenzusetzen. 

Wagen wir einen Blick hinter die nahe gelegene Schweiz 

Ist dort eine Disruptierung durch eine Uber-Isierung im Aufbau? 

Rassoul Jalali, seit 08.2015 Uber-Chef für die Schweiz, Deutschland und Österreich bis zum 14.06.2017, konnte sich wohl über einen Mangel an Feinden nicht beklagen. Mit selbstfahrenden Autos und weiteren neuen Ideen bestand sein Ziel darin, die Gesellschaft zu „uberisieren“. Gelingt ihm dies oder ab 01.08.2017 seinem Nachfolger Andreas Weinberger aus München, wäre im Ländle der Schweizer Eidgenossen eine Disruption im Bereich der Personenbeförderung von besonderem Ausmaß nicht unwahrscheinlich. 

Eine gewisse interne Prominenz erhielt der Wechsel von Jalali zu Pegasus, weil so ziemlich im gleichen Zeitraum David Bonderman ausschied, Ex-Chef Travis Kalanick eine Auszeit einleitete und Emil Michael die Firma Uber verlassen musste.   

Disruption im Bereich der Personenbeförderung: 

Machen wir uns mit dem Gedanken vertraut, dass gewaltige Umbrüche in diesem Bereich auf uns zukommen, die ein hohes Veränderungspotenzial am Markt verursachen werden aber im Endeffekt viel Positives für uns als Einzelperson und als Gesellschaft bedeuten können. 

Wenden wir uns zum Schluss der allgemeinen Definition einer Disruption mit wenigen Worten zu. 

Abgeleitet aus dem Englischen „to disrupt“ ist nicht nur eine Störung, eine Spaltung oder Unterbrechung gemeint. Der Begriff steht vielmehr auch für das Zersprengen und Zerstören. 

Andererseits steht disruption auch für Aufbruch, eine Wendung zu etwas Neuem, dem Beginn einer neuen Ära durch Innovation und neue Trends aus technischer, ökonomischer, politischer und sozialer Sicht. 

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