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Disruption


Haben Sie bereits eine Affinität zum Mythos der Gegenwart namens “Disruption“ aufgebaut?

Nein? Das lässt sich ändern! Das muss sich ändern! Denn dieser Begriff steht nicht nur für die Gegenwart, sondern ganz bestimmt auch für unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Beginnen wir mit einer kurzen Begriffsdefinition

Der Begriff “Disruption“ stammt aus dem Englischen “to disrupt“. Dies bedeutet nicht nur Stören, spalten oder unterbrechen, sondern auch zersprengen und zerstören. Auch der Begriff zerreißen und aufbrechen gehören in diese Definitionsreihe. Es handelt sich bei “Disruption“ um eine Veränderung der Spielregeln am Markt, hervorgerufen durch Innovation. Zugrunde liegen häufig neue Geschäftsmodelle. Doch auch technologische, ökonomische sowie politische und soziale Trends bzw. Megatrends kommen als Auslöser für eine “Disruption“ infrage. Ist eine Idee disruptiv, können bestehende Organisationen und Strukturen aufgebrochen und im Erfolgsfall zerstört werden. Besondere Konzepte (komplette Neuentwicklungen) können also bisherige Arbeitsweisen und Abläufe stören. Im Endeffekt können sie genauso wie Produkte obsolet werden. Im Segment der Fotografie kam es in der Vergangenheit zu zwei “Disruptionen“, die das alte Geschäftsmodell in kurzer Zeit ad absurdum führten. Mit der Entwicklung der Digitalkameras kam die Digitalisierung der Fotos und damit ein verändertes Konsumentenverhalten. Die Fotos wurden kaum noch in Alben aufbewahrt, sondern mittels Internet auch nicht anwesenden Personen zugesendet. In Folge dieser Entwicklung konnten sich viele Kamerahersteller nicht am Markt halten. Sie verschwanden ganz oder wurden von den Playern aus der Elektronikbranche (nicht aus der Feinmechanikbranche, übernommen. Auf die gleiche Weise wurde die Verwendung von lichtempfindlichen Folien in der Filmindustrie nahezu überflüssig. Auf die heutige Automobilindustrie bezogen wird die “Disruption“ nicht aufzuhalten sein. Sobald vollautonome Autos im Einsatz als Taxis günstiger sind als das eigene Auto, wird es zu einem dramatischen Einbruch am Markt kommen.

Kurz gesagt: Alte Strukturen können durch neue, meist verschlankte Strukturen, ersetzt werden.

Diese Veränderungen sind Teil der Arbeit von Trend- und Zukunftsforschern, die häufig in sogenannten Think Tanks (Denkfabriken) anzutreffen sind. Ihr Einfluss als zentrale Informations- und Inspirationsquelle im Bereich der Trend- und Zukunftsforschung auf alle Entscheider und jene, die weiter denken, ist nicht zu unterschätzen.

Die Frage: „Welche Veränderungen werden die Gegenwart und vor allem die Zukunft prägen“, steht bei den Think Tanks im Mittelpunkt Ihrer Arbeit.

Dabei steht wiederum im Vordergrund, den Wandel für Individuen aber auch für die Gesellschaft begreifbar zu machen, damit die Zukunft, unsere Zukunft, als Chance verstanden wird. Dieses “begreifbar machen“ ist von großer Wichtigkeit, weil vielfach “Disruption“ vor allem in der privaten Gesellschaft als eine Innovation wahrgenommen wird, die nicht nur bestehende Technologien, sondern auch Dienstleistungen und Produkte in Gänze vom Markt verdrängt. Anhand von Studien und Trendanalysen werden dafür aber auch intern entwickelte Methoden und Potenziale aus Veränderungsprozessen sichtbar gemacht. So kann Entscheidern und Unternehmen geholfen werden, Innovationen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln, die dann durchaus eine “Disruption“ herbeiführen können.

Im weltweiten Ranking der Think Tanks ist auch Deutschland stark vertreten

Angeführt wird das weltweite Ranking auf Platz eins von der Brokings Institution der United States of Amerika, gefolgt vom Shatham House (united Kingdom) und dem French Institute of International Relations (IFRI) aus Frankreich auf Platz drei. Deutschland ist in den 175 gelisteten Besten mit 12 Instituten vertreten. Damit liegt Deutschland mit drei Instituten vor China und mit neun Instituten vor Frankreich.

Zu den Instituten aus Deutschland gehören:

  • Die Institute der Konrad Adenauer Foundation (KAS) auf Platz 16
  • Die Institute der Friedrich Ebert Foundation (FES) auf Platz 17
  • German Institute for International and Security Affairs (SWP) auf Platz 18
  • Transparency International (TI) auf Platz 27
  • German Development Institute (DIE) auf Platz 35
  • German Council on Foreign Relations (DGAP) auf Platz 42
  • Kiel Institute for the World Economy (IfW) auf Platz 43
  • Bonn International Center for Conversation (BICC) 59
  • doe Heinrich Böll Foundation (HBS) auf Platz 88
  • Potsdam Institute for Economic Research (PIK) auf Platz 121
  • Ifo Institute – Leibniz Institute for Economics Research auf Platz 144
  • Friedrich Naumann Foundation for Freedom (FNF) auf Platz 159

Wenden wir uns im Detail dem Mythos “Disruption“ zu

Wie ein Geist aus einer anderen Welt geistert dieser Begriff nicht nur durch die Ökonomie und Politik. Auch auf Wirtschaftskongressen, oder besser gesagt gerade dort, sorgt er für Verwirrung bzw. Unbehagen. Viele denken, dass nichts mehr sicher ist, dass aktuelle Geschäftsmodelle keine Überlebenschance haben. Dabei müssen Firmen, vom kleinen Unternehmen bis zum großen Konzern, die Digitalisierung lediglich ernst nehmen und sich selber Fragen beantworten.

Zum Beispiel, ob

  • E-Books die Lesewelt / Buchwelt wirklich komplett umkrempeln
  • die Taxibranche von Uber wirklich in die Knie gezwungen wird
  • Amazon den stationären Handel tatsächlich abschaffen wird (Behauptung hält sich seit ca. 20 Jahren)
  • Google und / oder Apple in Bezug auf die Automobilbranche die Spielregeln am Markt durch Innovationen verändern wird
  • die heutigen Bildungsmethoden durch Internetangebote abgelöst werden
  • Roboter uns mehrheitlich in die Arbeitslosigkeit schicken
  • der Anbieter Airbnb die Hotelbranche abschaffen wird

Wer sich (anfänglich) mit “Disruption“ beschäftigt, sollte wissen, dass es bei diesem Thema nicht nur um Technologie geht. Vielmehr geht es im Detail um unterschiedliche Denkweisen und Prozesse sowie um Verfahren, Systeme und nicht zuletzt um ganze Kulturen und ihre Homogenität. Doch bleibt zu bedenken, dass alles, was durch seine Größe und andere Faktoren bedrohlich wirkt, den Menschen von Natur aus unheimlich ist. Andere Faktoren können zum Beispiel eine für den Einzelnen unverständliche Technik oder auch Menschen sein, die sich jenseits jeglicher Konventionen bewegen. Auch jene, die ohne Furcht und völlig locker (erfolgreich) gerade entwickelte oder bereits am Markt eingeführte Innovationen oder gar Revolutionen verkünden, sind für viele Menschen unheimlich. Vielleicht auch, weil diese Menschen, besonders wenn sie andere ignorieren, Irritationen erzeugen und Angst vor dem persönlichen, dem eigenen Deutungsverlust erzeugen. Wer will schon erleben, wie sich die eigene Selbstillusion auflöst, wie sich bisher unabdingbare Statushierarchien mit ihrem Opportunismus verflüchtigen? Was ist, wenn Geld (das Geld der Zukunft) auch ohne bisheriges “Banking“ zum Kunden, sprich Verbraucher, gelangt? Schauen wir uns ein anderes Beispiel an, das nicht durch die Technologie disruptiert wurde. Gemeint ist die Energiebranche. Die großen Konzerne sind an ihrer eigenen Kultur, geprägt von selbstgerechter, träger und innovationsfeindlicher Grundhaltung, in die heutige Krise geraten. Sie hatten und haben nicht verstanden, dass die Welt, in der die Menschen ihren eigenen Strom produzieren, eine andere Welt sein wird als die jetzige, in der zentrale Kraftwerke und unzählige Ingenieure die Stromversorgung zentralisiert sicherstell(t)en. Sie hielten einfach an ihrem Monopolistenstatus fest. Die Aussage könnte somit lauten: Werden bestehende Systeme selbstgerecht, träge und blind bezüglich der Zukunft, kommt es zu einer “Disruption“.

Zum Glück aber ist gerade im deutschen Mittelstand die “Kunst der graduellen Evolution“ weit verbreitet. Prozessoptimierungen und Produktverbesserungen gehören für sie zum betrieblichen Alltag. Durch Beteiligung werden sie Teil des Wandels und kehren den Disrupteuren den Rücken. Der beste Schutz, um nicht Opfer der “Disruption“ zu werden.

Wie kann Disruption verstanden werden?

Sehr vorteilhaft ist es, die Evolutionsgesetze zu kennen. Denn dort sind Umschwünge, Veränderungen und Kaskaden mit dem Entstehen von neuen Spezies an der Tagesordnung. Damit verbunden ist die Tatsache, dass andere, alte Spezies dezimiert werden oder sogar aussterben. Dafür sind zwei Faktoren verantwortlich: zum einen äußere Katastrophen wie Einschläge von Kometen oder ein radikaler Klimawandel. Andererseits kann eine evolutionäre Drift verantwortlich sein, weil einzelne Spezies und auch biologische Systeme immer komplexer und in eine gegenseitige Interdependenz (Abhängigkeit) geraten können. Es ist in der Gesellschaft zunehmend die Frage zu hören, ob die Digitalisierung verantwortlich ist für die immer wieder prognostizierten Katastrophen, die nicht zu vermeiden seien und die Disruptiondebatte, die immer wieder auf die technischen Veränderungen reduziert wird. Einfach zu sagen: „Das eine wird von dem anderen abgelöst“, entspricht nicht der Evolution. Organisationen sind wie Organismen auf vielschichtige Weise existent und konkret oder abstrakt. Dabei bieten sie die Fähigkeit zur Veränderung oder Selbstorganisation. Für die Evolution sind die permanente “Störung“ und das Trainieren der Immunsysteme, z. B. durch Erkrankungen, erforderlich. In der Welt der Wirtschaft sind es die Krisen. Die “Disruption“ ist somit lediglich eine Information, die zu einer konstruktiven Veränderung (Störung) anregt.

Was resultiert aus diesem Zusammenhang?

Firmen werden durch die “Bedrohung“, ausgehend von anderen Firmen, reagieren und sich selbst verändern! 

So gründet Amazon bereits reale Buchläden, die Taxibranche reagiert auf “Uber“ und die Autokonzerne werden sich durch Apple und Google selbst verändern. Wissensvermittlung und Lernen hingegen basieren zu einem sehr hohen Prozentsatz auf Kommunikation und Zwischenmenschlichkeit. Da können 100 % virtuelle Studienangebote nicht mit konkurrieren. Auch sozialen Fragen, zum Beispiel in der Alten- und Krankenpflege, können von Robotern nicht beantwortet werden. Andererseits wird jede Arbeit, die heute mechanisch ausgeführt wird, früher oder später ersetzt. Die Nachfrage nach kreativeren, emotionaleren aber auch komplexeren und somit insgesamt sinnstiftenden Arbeiten wird wachsen und eine völlig neue Kaskade entstehen lassen.

Damit wird klar, dass das Thema Adaption und Mutation an Beachtung gewinnt. Warum?

Weil sich marode Firmen neu erfinden (geschah auch bereits in der Vergangenheit; siehe IBM oder Stromanbieter, die sich zu Energienetzwerken zusammenschlossen)

Bis hier haben sie mit diesen Informationen einen ersten und grundlegenden Einblick in die “Disruption-Welt“ erhalten. Im nächsten Kapitel erfahren sie, welche Megatrends in Zukunft unser Leben (grundlegend) verändern werden.

Die 12 Megatrends der Zukunft

1. Megatrend Konnektivität

Damit wird die neue Organisation der Menschen in den Netzwerken angesprochen. Es kommunizieren nicht mehr nur Menschen über das “Internet der Dinge“, sondern vielmehr auch Maschinen, und zwar miteinander. Dabei liegt der wahre Impact, also die „Differenz an Informationsgehalt vor und nach einer Informationsübermittlung“, jedoch im Sozialen. Nach außen werden nicht nur administrative Strukturen, sondern auch Unternehmen durch die neu geschaffene Offenheit (Openness) geöffnet.

2. Megatrend Globalisierung

Als die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts gilt die Globalisierung. Vielen Ängsten, Prognosen und Überzeugungen zum Trotz, haben sich viele Trends über die letzten Jahrzehnte hinweg positiv entwickelt. Das mittlerweile auch Schwellenländer von der Globalisierung partizipieren können und so am Wohlstand und dem wirtschaftlichen Wachstum teilhaben können, ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sich die Märkte internationalisiert haben.

3. Megatrend Neo-Ökologie

In diesem Segment sind Keywords wie Ressourcenschonung, Umweltschutz und Corporate Social Responsibility, kurz CSR (gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen), nicht mehr wegzudenken. Die Koordinaten des Wirtschaftssystems werden vom Megatrend Neo-Ökologie in die Richtung einer völlig neuen Businessmoral verschoben. Diese neue wirtschaftliche Moral bewirkt eine radikale Veränderung der Märkte und des Konsumverhaltens. Künftig wird das Wachstum als eine neue Zusammensetzung aus Ökonomie und Ökologie sowie aus gesellschaftlichem Engagement verstanden.

4. Megatrend New Work

Unverkennbar ist, dass sich unsere Gesellschaft in einem Wandel befindet. Weg von der Industriegesellschaft und hin zur Wissensgesellschaft. Daraus ergibt sich eine Veränderung der Unternehmensstrukturen und der Arbeitsräume. Ein ineinander Übergreifen von Berufs- und Privatleben wird zunehmend normal. Ganz nach dem Motto: “think and work creativ“ wird die Menschheit zunehmend selbstständig sein; auch innerhalb von festen Anstellungsverhältnissen.

5. Megatrend Mobilität

Es gibt wohl kaum einen Faktor in unserer globalisierten Welt, der uns mehr prägt als der Megatrend Mobilität. Dies wohl auch deshalb, weil sie zunehmend die Basis, das Fundament unseres Wirtschaftens und Lebens bildet. Das Zeitalter, das vor uns liegt, wird multimobil. Gleichzeitig wird das neue Zeitalter facettenreiche Möglichkeiten bieten, damit nicht nur die neuen mobilen Anforderungen, sondern auch die Wünsche in ökonomischer, komfortabler und nachhaltiger Art und Weise umgesetzt werden können.

6. Megatrend Sicherheit

Alles, was mit Megatrends und auch, um es zu erwähnen, mit künstlicher Intelligenz (KI) verbunden ist, bereitet vielen Menschen Angst und Sorge. Hinzu kommt, dass der Staat nicht selten überfordert ist. Bereits heute sind wir auf einem Weg, der als Ziel eine neue Sicherheitskultur hat. Diese wird geprägt von zwei Faktoren:

Zum einen von der allumfassenden globalen Vernetzung und zum anderen von dem Wandel der Verantwortung.

Wir werden uns von übergeordneten staatlichen Institutionen wegbewegen und im Gegenzug Unternehmen sowie Individuen zuwenden.

7. Megatrend Urbanisierung

Noch steckt die neue Stufe der Urbanisierung (Ausbreitung städtischer Lebensformen) in den Kinderschuhen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen:

  • der physischen Urbanisierung (Vergrößerung der Städte)
  • der funktionalen Urbanisierung (infrastrukturelle Erschließung ländlichen Raumes vergleichbar mit städtischen Standards)
  • der sozialen Urbanisierung (Bewohner ländlicher Regionen verändern ihr Sozialverhalten)

Es wird sich eine Renaissance der Städte zugunsten der Lebens- und Kulturformen entwickeln, Es ist davon auszugehen, dass die Städte nicht nur wesentlich “grüner“ in vielerlei Hinsicht werden. Nein, sie werden auch vielfältiger sowie vernetzter und letztendlich lebenswerter. Das triste Bild, das wir aus der Vergangenheit und leider auch aus der Gegenwart kennen, wird zunehmend nicht mehr vorhanden sein.

Wichtig ist auch, dass sich das Verhältnis und Bewusstsein der Menschen in Bezug zu ihren Städten wandeln wird.

Mit den drei Urbanisierungformen beschäftigt sich mit innovativen Lösungen z. B. das bekannte Architekturbüro GRAFT. Mit der Broschüre Stadt, Land, Zukunft unter dem Titel “FUTOPOLIS“ ist eine Informationsschrift erhältlich, die nicht nur technologische Aspekte hinterfragt und darstellt. Vielmehr geht es auch um die Entwicklung von urbanen und ländlichen Gebieten.

8. Megatrend Individualisierung

Die Biografien der heutigen Individuen sind gekennzeichnet von neuen Brüchen sowie Umwegen und Neuanfängen, an deren Schnittstellen oder Kanten wir uns entlang bewegen. Man kann sie auch als “Multigrafien“ bezeichnen. Wir werden in einer Gesellschaft, von der wir immer mehr individuelle Freiheiten unterschiedlicher Art erhalten, auch zunehmend unter Entscheidungsdruck gesetzt. Dies hat zur Folge, dass sich die Werte verändern. Und mit diesem Wertewandel ändert sich nicht nur die Wirtschaft. In ihr werden DIY-Kulturen (Do it yourself-Kulturen) sowie Nischenmärkte entstehen.

9. Megatrend Gesundheit

Gesundheit ist in Zukunft nicht mehr wie heute und in der Vergangenheit das Gegenteil von Krankheit. Innerhalb des Megatrends entwickelt sich Gesundheit zu einem Bewusstsein, dass die Balance der individuellen Lebensenergie ermöglicht und bestimmt. Die “Humanmedizin“ erfährt einen Wandel weg vom Reparaturbetrieb und hin zu einem Sektor ganz im Dienste des einzelnen Gesundheits-Prosumenten. Diese Prosumenten (Prosumer) stellen im Vergleich zum durchschnittlichen Endverbraucher professionellere / höhere Ansprüche an ein bestimmtes Produkt bzw. eine bestimmte Dienstleistung.

Als wichtiger Eckpfeiler der Wirtschaft wird die Gesundheit, auch als Megatrend, der Zukunft erhalten bleiben.

10. Megatrend Gender Shift

Mit dem Megatrend Gender Shift (Auflösung der klassischen Geschlechterrolle) wird der grundsätzliche Wandel unserer von Männern dominierten Welt beschrieben. Große Chancen sind mit den massiven Umbrüchen im Berufs- und Privatleben von Männern und Frauen verbunden. Beide Geschlechter werden ihre Lebensbalance nicht mehr ausschließlich in der beruflichen Verwirklichung finden. Vielmehr werden neue Beziehungs- und Familienmodelle zu einem neuen Lebensgefühl und einer neuen Balance maßgeblich beitragen.

11. Megatrend Silver Society

Basierend auf der weltweit steigenden Lebenserwartung werden wir nicht nur älter, wir werden vielmehr in Zukunft auch anders altern.

Im zunehmenden Alter wird das so genannte “Down-Aging“ zu unserem Begleiter. Damit ist gemeint, dass die Seniorinnen und Senioren aus den traditionellen Altersrollen aussteigen. Sie werden sich nicht einfach in den Ruhestand begeben, sondern ganz selbstverständlich und aktiv am Gesellschaftsleben teilnehmen.

12. Megatrend Wissenskultur

Der Zugang zu einer stetig wachsenden Wissensmenge wird durch die digitalen Medien immer einfacher. Es hat sich eine neue globale Kreativ-Ökonomie, die “War for Talents“, gebildet. Sie geben zu erkennen, dass der Schlüssel für eine hoffnungsvolle Zukunft die Bildung ist. Als Voraussetzungen für Innovationen und sozialen Aufstieg gilt die individuelle Talentförderung und die Förderung von leidenschaftlicher Neugier.

Insgesamt 12 unterschiedliche Megatrends mit ihren individuellen Veränderungspotenzialen und Auswirkungen haben wir Ihnen vorgestellt. Sie alle zeigen, welchen enormen Wandlungsvorgängen wir uns derzeit entgegen bewegen. Und wir stecken alle auf die ein oder andere Weise bereits mittendrin.

Fazit:

Im Zusammenhang mit den aufgezeigten großen und kleinen Veränderungen sowie den unterschiedlichsten Auswirkungen, muss die “Disruption“ auch im Kopf erfolgen. Insbesondere dann, wenn sich nicht nur das Produkt, sondern begleitend auch eine grundlegende Veränderung der Geschäftsmodelle erfolgt. Anders wird es nicht möglich sein, die erforderlichen Schritte einzuleiten und durchzuführen, damit das eigene Unternehmen am Markt bleibt. Sind wir doch einfach neugierig auf das, was uns die Zukunft beschert. Mit einer Portion Optimismus anstatt Pessimismus wird es mit Sicherheit eine spannende Zeit.

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