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Penélope Richardson: Eine interessante Person aus der Künstlerszene, die gerne unkonventionelle Wege geht und damit immer wieder überzeugen kann.

Doch wer ist diese Frau, die so viele unterschiedliche kreative Ideen verwirklicht und erfolgreich in der Kunstszene präsentiert?

Penélope kommt aus Australien. Sie lebt und arbeitet seit 2008 in München. Dort ist Sie auch als Gründungsmitglied des Ateliers Lindwurm bekannt. Vor Ihrem Umzug nach Deutschland betrieb Penélope Studios in Melbourne, Bogotá und Sidney.

In Melbourne war Sie von 1995 bis 2008, in Bogotá von 1992 bis 1995 und in Sidney von 1988 bis 1992.

Ihren bisherigen Lebensweg zu lesen, ist eine echt spannende Angelegenheit.

Sie lehrte Siebdruck und Wandmalerei bei „Grarage Graphix“ in Western Sidney. Mit dem Künstler Jaime Avila-Ferrer arbeitete Sie zusammen an Kunstprojekten in zwei städtischen Gefängnissen und war Mitglied des „Colectivo Martes“. Immer wieder veranstaltete Sie auch Ausstellungen.

Ihre Zeit in Melbourne war davon geprägt, dass Sie mehrere kulturübergreifende Austauschprojekte kuratierte. Dazu gehörte auch der erste Kunstaustausch zwischen Kolumbien und Australien. Und zwar vor den Tagen der sozialen Medien.

Ihr künstlerisches Rüstzeug erhielt Sie in Sydney, wo Sie auch aufwuchs. Sie absolvierte ein Studium an der National Art School und am Sydney College of Arts der Sydney University. Danach folgte ein Aufbaustudium an der Universidad de Los Andes in Bogotá.

Danach ging es zurück nach Australien, um den Master of Fine Arts an der RMIT in Melbourne zu absolvieren.

Malerei und Drucktechniken integriert Penélope seit den 1990er Jahren in Ihre Arbeiten. Zu sehen sind diese Werke in Ihren Ausstellungen

  • “Under World“ in Melbourne sowie “Confess“ in der Counihan Gallery, ebenfalls in Melbourne.
  • “Überwelt“ in der Dianne Tanzer Gallery
  • “Luftgespinster“ im Kunstforum Arabellapark in München

Die Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen kennzeichnet auch Ihren Weg, seitdem Sie nach München kam. Regelmäßig hat Sie auch im Steinduck München gearbeitet und dort einen Workshop für Steinlithographie veranstaltet. Von der Stadt München erhält sie für Ihr aktives Wirken einer Atelierhilfe.

Darüber hinaus ist Sie Mitglied des Berufsverbandes Bildende Kunst und der GEDOK. Innerhalb der GEDOK ist Penélope aktuell als Kuratorin Ihrer jährlichen Ausstellung “20 Positionen“ an der Akademie Politische Bildung in Tutzingen aktiv.

Welt weit sind Ihre Arbeiten nicht nur in öffentlichen, sondern auch in privaten Sammlungen zu sehen. Dazu gehören die Länder Australien, Kanada, die Schweiz, Deutschland und England.

Allein die Zahl Ihrer Solo Exhibitions ist mehr als beeindruckend.Von 1988 bis 2007 waren es 17 an der Zahl in Melbourne, Benalla, Bogatá, Adelaide und Sydney. 1999 fand eine Solo Exhibition in Germany an der Loccum Akademie statt.

Von 2010 bis 2018 fanden sechs Solo Exhibitions in München und eine in Marburg statt.

Doch das ist noch lange nicht alles: Von 1986 bis 2018 nahm Penélope auch an insgesamt 50 Gruppenausstellungen teil. 11 Gruppenausstellungen fanden in Sydney statt und 16 in Deutschland.

Die übrigen Gruppenausstellungen, bei denen Penélope teilnahm, verteilen sich auf Melbourne, die Schweiz, Schweden, Kuba, Bogotá, Kartagena (Columbien) und Perth.

Studien und Residenzen finden sich bei Penélope von 1984 bis 2016 in Sydney, Bogotá, Melbourne und der Schweiz.

Öffentliche Kunst und kollaborative Projekte sind von 1986 bis 2006 in Melbourne, Bogotá und Sydney zu finden.

Kuratorische Projekte fanden in der Zeit von 1997 bis 2017 in Melbourne, Kuba, Bogotá sowie in Canberra und Deutschland statt.

Im Rahmen der Sammlungen sind die Araluen Collection in Alice Springs, Australien, und die Americano in Bogotá in Australien ausgestellt gewesen.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen gehören ebenfalls zu Penélopes künstlerischem Lebensweg.

  • 1985 das Mosaic und Muriel Hooper Stipendium der Kunstgalerie von New South Wales, Sydney
  • 1991 der Mosaic Cesign Award, Randwick Tafe in Sydney
  • 1992 bis 1995 das internationale postgraduiertenstipendium “ICETEX“ der Universidad de los Andes, Bogotá (Kolumbien)
  • 1993 der Creative Grant / Beca COLCULTURA
  • Es folgte der “Commendation Philips Fox Award für das am besten gestaltete Multimedia Lonely Planet Japanese Audiopack.
  • 2005 der zeitgenössische Kunstpreis CCAS
  • 2007 die “Belobigung 56“. Blake-Preis für religiöse Kunst der National Art School Gallery in Sydney
  • 2017 bis 2020 das Atelierförderprogramm der Landeshauptstadt München

Auch Bücher und Referenzen sind Teil Ihrer künstlerischen Laufbahn. Dazu gehören:

  • 2010 die Künstlerbücher „“Eine Welt der Eröffnung“
  • 2010 eine Baillieu Library Exhibition (verbotene Bücher in Australien)
  • 1991 „“Ein Wörterbuch der Künstlerinnen von Australien“
  • 2002 „“Allgemeines Künstlerlexikon“, bibliographischer Index
  • 2016 das zweite Festival für unangepasste Kunst
  • AKL: Vol. 98 im De Gruiter Verlag, Berlin

Papiere und Veröffentlichungen von Penélope dürfen nicht vergessen werden:

Auch hier finden sich ca. 14 hoch interessante Positionen. Zum Beispiel

  • die Geschichte von Zuhause
  • Wenn die Vernunft schläft
  • Was passiert, wenn der Verstand schläft?
  • Revolutionäre Binaries - Push und Pull zwischen hoher und niedriger Kunst in Lateinamerika . Penélope Richardson. Papier für Kunst und Menschenrechte Workshop für das Humanities Research Center an der Australian National University (ANU), 2002. (wörtlich übernommen)

Mit dem Fokus auf Menschenrechte und Kunst versucht dieses Papier, das Verhältnis von Kunst zu Menschenrechtsbelangen durch einen Überblick über die Kunstpraxis in Lateinamerika von den 1950er Jahren bis heute zu untersuchen. Mit einem breiten Blick auf die hohe Kunst und die populäre Kunst werden einige der historischen Einflüsse verschiedener Bewegungen aufgezeigt und regionale und nationale Unterschiede in der Kunstpraxis aufgezeigt, die in Bezug auf spezifische kulturelle oder politische Ereignisse in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern entstanden sind .

  • Passagier of Somebody Else´s Train

Zahlreiche Ausstellungskataloge erleichtern das Unterfangen, sich in der Vielfalt von Penélope Richardson zurechtzufinden.

Dazu gehören die Kataloge:

  • Metro Mania, 1989
  • Moet & Chandon, 1990
  • Das Orygen Youth Health Mosaic Projekt, 2006
  • Unterwelt, 2000
  • Shelter: ein Kunstprojekt, 2005

Hier : Penelope Richardson, 20. Februar - 14. März 2003, J-Space Center für zeitgenössische Kunst, Chisholm Institute. Geschrieben von Bridget Crone. Otter Publications, 2003. lesen

  • Gestehen, 2005

Die Kategorie „Drücken“ von Kunstobjekten ist so umfangreich, dass alles aufzuführen, hier den Rahmen sprengen würde.

Für einen kleinen Einblick seien erwähnt die Arbeiten:

  • “Aus Totholz werden Kunst“
  • “überraschend unpolitisch“
  • “Out of the Gulag“
  • “Graffiti zeigt das Herz der Stadt“
  • “Big Picture Artist“
  • “Postkartenbilder exotischer Kunst“
  • “Penelope teje la memofia de Bogotá“
  • “Kunst an den seltsamsten Orten“
  • “Erinnerungen durch den Test der Zeit“ und viele, viele mehr

Wenden wir uns abschließend den aktuellen Projekten von Penélope Richardson zu.

Ihre Zusammenarbeit mit den Skategirls

Die Skategirls aus Columbien gaben in München Kunst- und Skatekurse in Schulen. Bei einem Print-Workshop des Künstlers Jose Antonio Suarez Londono aus Columbien fand das Treffen von Penélope mit den Girls statt. In Ihrem  Studio machten alle gemeinsam Kunst mit dem Risograph-Drucker. Nach fünf Stunden waren vier neue Druckausgaben fertig. Ein gemeinsames Erlebnis, das  für alle sehr inspirieren und auch emotional war.

Im Frühling des Jahres 2018 gab es eine Guacamole Performance in der Galerie JPG.

Im Juni eröffnete unter dem Titel „Kuratieren und Politik“ eine Ausstellung in der Akademie Politische Bildung in Tutzing. Die Werke der 20 ausstellenden Künstler haben alle eine politische Wendung bezüglich aktueller und historischer Politik. Aber auch Architektur, die Rolle der Frau sowie das “ICH“ stehen zur Debatte.  

Mit Fun Life Draw gewann Penélope Richardson den 1. Platz beim Guide Contest.

Hier erhalten die Teilnehmer in lockerer Atelierathmosphäre 4 Tipps für das Aktzeichnen. Das ist etwas ganz Besonderes für eine Junggesellinnen-Abschied, ein persönliches Event oder einfach für Freundinnen, die einmal was Neues ausprobieren möchten . Sein erstes Aktbild kann natürlich jeder mit zu sich nach Hause nehmen. Aber vorher wird mit Prosecco angestoßen. Stilecht!

Wünschen wir Frau Penélope Richardson noch viele kreative Ideen und viele Menschen, die Sie als Mensch und Künstlerin zu schätzen wissen und sich von Ihrer Begeisterungsfähigkeit anstecken lassen.

Alles Gute für Penélope Richardson

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