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Unternehmerinnenprofil: Johanna Penz

Für Kenner der “Art Innsbruck“ ist die Direktorin Frau Johanna Penz jemand der weiß, wie man Kunst in Szene setzt.
Als Inhaberin der ART Kunstmesse GmbH sowie Gründerin und alleinverantwortliche Direktorin der Art Innsbruck und ART SALZBURG CONTEMPORARY ist Frau Penz mit Ihren Aktivitäten verantwortlich für alle Abläufe.

Die Vita von Frau Penz zeigt, was alles möglich ist im Leben.

Geboren wurde Frau Penz im Herzen Tirols in der Nähe zu Salzburg. Zu Ihren Hobbys gehört nicht nur das Lesen guter Literatur und ebensolcher Fachbücher. Auch das Wandern in der Natur sowie das Laufen und Skifahren gehören zu Ihren Freizeitaktivitäten.
Zu Ihrem Charakter gehört, dass Sie aus Insidertipps Ihre eigenen Schlüsse und Fäden zieht, um dann in letzter Konsequenz auch Ihren eigenen Weg einzuschlagen. Kunst hat für Sie sehr viel mit Emotionen zu tun. Deshalb ist Kunst als etwas nichts greifbares für Sie keine Ware, sondern stellt lediglich eine Tatsache aber kein Problem dar. Damit wird Kunst für Sie zu etwas sehr spannendem, was Sie gut auf Ihre Besucher zu transferieren weiß.

Dazu passt eigentlich Ihr privates Interesse für Philosophie und erweitertes Denken als Gegenpart zu den neuesten Marketing- und Managementtrends. Wobei erwähnt sei, dass beide als grundlegende Basis ihres Arbeitens anzusehen sind.

Werdegang

„Nach meinen für mich wichtigen, lehrreichen Stationen als Angestellte im mittleren und höheren Management in den Bereiche Marketing, Rechnungswesen und Controlling erkannte ich, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war für eine Selbstständigkeit. Bestens ausgerüstet mit mannigfachen Erfahrungen und meinen betriebswirtschaftlichen „best-practice“-Kenntnissen ging ich diesen Schritt und gründete die internationale Kunstmesse ART, was aus heutiger Sicht durchaus als großes Abenteuer, aber auch als Wagnis, Herausforderung und Neuland zu bezeichnen ist. Seit 1997 findet die Messe nun ununterbrochen als „Flag Ship“ einmal jährlich in Innsbruck statt. Vor der Messegründung habe ich die international gültigen Standards von Kunstmessen eingehend recher - chiert. Die ART war ad hoc seit der ersten Auflage nach diesen Kriterien konzipiert.

Die stringente Einhaltung dieser Qualitäts-Standards in Verknüpfung mit dem wirtschaftlichen Prin - zip führte zum Erfolg der nunmehr 22jährigen Geschichte der ART.
Nach 21 Jahren war die Zeit reif, das bewährte Konzept der ART auch auf andere Standorte zu mul - tiplizieren. Ich folgte im Jahr 2017 dem Ruf nach Salzburg und gründete dort die SALZBURG INTERNATIONAL. Diese wird künftig einmal jährlich im Messezentrum Salzburg stattfinden. Die erste Auflage wurde hervorragend angenommen und rief äußerst positive Resonanzen sowohl in Besucher- als auch in Ausstellerkreisen hervor. Dies bestärk- te mich in meinem Bestreben, den guten Ruf der ART und ihren USP auf weitere Standorte zu ex - pandieren. Das Konzept für eine Ausdehnung ins Ausland ist gerade in Ausarbeitung. Auch dafür kann ich auf die Mitwirkung meines engagierten und gut eingespielten Teams zurückgreifen.

Ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit stellt die persönliche Weiterbildung vor allem in den Agen - den der internationalen Wirtschaft und des Netzwerkens. Besonders freut mich, dass es mir als weibliche Unternehmerin gelungen ist, mich in einem an sich als Männerdomäne assoziierten Be - reich nachhaltig zu etablieren. Am „Festsetzen der Spielregeln“ ist mir von jeher viel mehr gelegen, als am Ausführen derselben.“

Tätigkeiten und Leistungen nach der Firmengründung:

Wann und wo erfolgte Ihre erste Gründung?

1996 erfolgte die Gründung der internationalen Kunstmesse Art Innsbruck. Laufende Veran- staltungen derselben erfolgen einmal jährlich in der Messe Innsbruck auf einer Fläche von ca. 6.000 m². Zu den Ausstellern gehören Galerien und Kunsthändler aus 8 – 10 europäischem Nationen, die bildende zeitgenössischen Kunst und Klassische Moderne des 19. – 21. Jahrhunderts präsentierten.
– www.art-insbruck.com -.

Wie ging es dann weiter?

2001 und 2002 erfolgte die Gründung der internationalen Kunstmesse art-vienna in Wien. Eine zweimalige Veranstaltung im Technischen Museum und in der Messe Wien schlossen sich an. An - zumerken ist, dass die aktuelle Veranstaltung inaktiv ist.

Interviewfrage: Wie gestaltete sich damals das Programm?

Auch bei der art-vienna wurde das erfolgreiche Basiskonzept der ART, fokussiert auf zeitgenössi - sche Kunst des 20./21. Jahrhunderts, umgesetzt. Ein Großteil der internationalen Aussteller der Art Innsbruck aus 8 – 10 Nationen nahmen daran teil. Natürlich ließen sich auch ansässige Wiener Galerien die Gelegenheit nicht entgehen.


Was folgte nach Gründung der art-vienna?

Als nächstes erfolgte in 2017 die Gründung der internationalen Kunstmesse ART SALZBURG CONTEMPORARY, aus der die laufende Veranstaltung dersel- ben einmal jährlich im Messezentrum Salzburg resultiert. Galerien und Kunsthändler aus 8 – 10 eu - ropäischem Nationen präsentieren hochkarätige bildende zeitgenössischen Kunst, Klassische Mo - derne und Antiquitäten. Gestartet wurde mit 3.000 m². Geplant wird eine kontinuierliche Auswei - tung der Ausstellungsfläche in den nächsten Jahren auf mindestens 5.000 m². www.art-salzburg- contemporary.com


Wie steht es um ihren online basierten Kunstversand und die Galerie „artroom21“?

Der Kunstversand im Internet unter dem Label „arthaus kunstfreihaus“ – ist erst einmal wegen der Fokussierung auf den Ausbau der ART-Messen vorläufig inaktiv. Diese Präsenz ist natürlich weiter - hin im Fokus meines Interesses.

Ähnliches gilt für die Betreibung der Galerie „artroom21“ mit laufenden Ausstellungen in Inns - bruck. Auch hier ist die Fokussierung auf den Ausbau der ART-Messen der Grund, dass es vorläufig keine stationäre Adresse gibt. Dafür sind wir mit dem Projekt „artroom21“ schwerpunktmäßig auf Kunstmessen aktiv.

Was befindet sich derzeit in aktiver Planungsphase?

An erster Stelle steht die Gründung eines dritten Standortes der Kunstmesse ART in naher Zukunft im Ausland. Gleichzeitig wird gerade trendgerecht an der Konzeption einer digitalen Kunstver- kaufsplattform mit neuartigem Planungstool unter der Europamarke ART gearbeitet. In diesem Zu - sammenhang freut es uns, dass potentielle Investoren bereits großes Interesse bekunden. Die Digita - lisierungsförderung des Landes Tirol hat bereits zugesagt. Letztendlich wird die allgemeine Digita- lisierung des Unternehmens nach Abschluss der Potentialanalyse in Angriff genommen. Hier sollen zudem weitere mögliche Geschäftsfelder herausgefiltert werden.

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Sie sind vielfach ausgezeichnet worden:

Preisträgerin / prize winner – Award Kunstmediator 2009 Preisträgerin / prize winner – Gold Cippy Award 2015 Preisträgerin / prize winner – Lions Melvin Jones Award 2016

Nominated for the Bank Austria Art Prize 2013 and for the „MAECENAS“ 2014 Awarded as an A-List-BEST OF AUSTRIA-Company 2014 | 2017 | 2018
Auszeichnung Mitglied d. KLIMA-ALLIANZ im SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich 2016-18 Unternehmerin des Jahres 2018 | Bundeswirtschaftskammer Österreich & “Die Presse”

Interviewfrage: Wie kam es zu den Auszeichnungen und wie bewerten Sie diese für sich?

Ich freue mich sehr über meine Auszeichnungen und nehme sie als Bestätigung und Motivator, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Doch wie interpretiert Frau Penz den Begriff „Erfolg“?

Für Johanna Penz wird Erfolg zur Gesetzmäßigkeit, wenn nicht nur eine umsetzbare Idee vorliegt, sondern die eigenen Ziele mit der erforderlichen Intensität und Power verfolgt werden. Dann darf, ohne den Glauben an die eigene Vision zu verlieren, auch einmal angeeckt werden. Wichtig ist auch die Freude, die Begeisterung, wenn sich (kleine) Teilerfolge zeigen. Als ein sehr wichtiges Kriterium sieht Johanna Penz den hohen ethischen Wert, wenn es um den Umgang mit Partnern und Kunden geht. Dass Frau Penz von Anfang an bis heute mit Glaube und Begeisterung bei der Sache ist hat dann auch dazu geführt, dass sich im Sport und Tourismus geprägten Innsbruck die “Art Innsbruck“ so erfolgreich etablieren konnte.

Wenn Frau Penz den legendären Pionier der Automobilbranche Henry Ford mit den Worten „Wer immer nur das macht, was er kann, wird er immer das bleiben, was er ist“ zitiert, nimmt sie Bezug auf ihren stetigen Wunsch, etwas zu verändern. Darauf sind auch Ihre Gründungsideen zurückzuführen. Unkenrufe haben sie nicht ausgebremst, sie waren ein weiterer Ansporn. Und der Erfolg ihrer ersten Art Innsbruck 1997 mit erstklassigen Galerien aus beispielsweise Österreich und Italien sowie Spanien, Großbritannien und Übersee gab ihr Recht.

Welche Entwicklungen sehen sie als die bisher wichtigsten/als jene mit der größten Auswirkung auch für die Zukunft?

Da ist als erstes die vor nicht ganz drei Jahren erfolgte Expansionsoffensive mit der Vergrößerung der Kunstmesse um ca. 50% der Ausstellungsfläche und Übersiedelung in die neue Haupthalle A der Messe Innsbruck. Damit stand die Art Innsbruck auf Augenhöhe mit anderen Kunstmessen von internationalem Rang. Erweitert werden konnte das Angebot an zeitgenössischer bildender Kunst um Exponate aus älterer Zeit bis in die Gründerzeit des 19. Jahrhunderts. Teil drei des Erweiterungskonzeptes wurde in 2017 mit der Ausdehnung nach Salzburg und Gründung derART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL erzielt.

Nach welchen Kriterien suchen sie Künstler und Exponate aus?

Bei soviel Internationalität, vertreten durch zum Beispiel Andy Warhol, Tom Wesselmann oder auch Roy Lichtenstein, Axel Katz und Damien Hirst ist es mir wichtig, den Bezug zu lokalen Künstlern wie beispielsweise Martin Amerbauer (2017 ausgezeichnet für seine klare reduzierte Formensprache mit dem Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Salzburg), Jacob Gasteiger oder Markus Prachensky nicht zu vernachlässigen. Darüber hinaus biete ich jungen zeitgenössischen Künstler/-innen, die sich gerade im internationalen Markt behaupten möchten, eine Chance. Dazu gehören u. a. Heiner Meyer und die aus Deutschland stammende Performancekünstlerin Mia Florentine Weiss.
Verwirklichen möchte ich, dass die Besucher in der Anonymität, die eine Messe bietet, ihren ganz persönlichen Zugang finden. Sie sollen entdecken, ihren Akku aufladen und die Kunst auf sich wirken lassen.

Up and downs: An welche denken sie diesbezüglich spontan?

Aus familiären Gründen hatte ich die Kunstmesse vor 15 Jahren in Lizenz vergeben und war nur als Konsulentin tätig. Das verlief nicht gerade positiv. Deswegen kündigte ich den Vertrag mit sofortiger Wirkung, übernahm das Zepter wieder zu 100% und konnte somit wieder alles zum Guten wenden. Es gab auch Zeiten, in denen es personell turbulent zuging. Aber entsprechend der Chaostheorie beruhigen sich die Wogen zunehmend. Deswegen weiß ich auch in etwa, wer aus meinem Team höchst wahrscheinlich von mir nach der Potentialanalyse für den Digitalisierungsaufbau betraut wird. Darüber hinaus sollen sich meine Mitarbeiter/-innen auch auf die Planung des dritten Standortes der Art bereits jetzt fokussieren.

Eine „Lücke“ zwischen Job und Privatleben: Nicht bei Frau Penz

Dort finden sich Ihre Mitgliedschaften. Zu nennen sind:
die Bruderschaft St. Christoph
der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs
der Club Karrierefrauen Tirol und Gambrinus.
Ihre Mitgliedschaft im Who is Who
der BPW (Business Professional Woman) und die Mentoring Plattform

Darüber hinaus ist Frau Penz im SENAT DER WIRTSCHAFT ÖSTERREICH; Vorstandsmitglied des Managementclubs Tirol und Gründungsmitglied des Lions Club Goldenes Dachl.

Positives gibt es auch aus dem aktuellen Jahr 2018 zu vermelden.

Die 22. Art Innsbruck vom 25.-28. Januar 2018 in der Messehalle A erlebte nicht nur einen außerordentlichen Besucheransturm am Eröffnungsabend, sondern mit mehr als 19.000 Kunstfreunden und Kunstinteressierten auch ein tolles Besucherergebnis, mit dem ohne Probleme an die vorangegangen Jahre angeknüpft werden konnte.

Mit einem neuen, frischen Angebot präsentierte Frau Penz vom 22. bis 25. Juni 2017 im Messezentrum Salzburg die ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL mit einer erlesenen Auswahl an zeitgenössischer Kunst sowie klassischer Moderne und ausgesuchten Antiquitäten der letzten beiden Jahrhunderte. Eine mutige Expansion aber auch ein zielgerecht positionierter Schritt, der so ganz das Engagement und den Ehrgeiz von Frau Penz unterstreicht. Die nächste Art Innsbruck findet in der Zeit vom 17. - 20. Januar 2019 statt.
Bereits im Februar 2017 gab Frau Penz in der Kronenzeitung Tirol zu verstehen: „Ich möchte zur Kunstverkaufsplattform NUMMER EINS im Westen Österreichs aufsteigen.“

Beide Messen, die Art Innsbruck und die ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL konnten sich im volatilen Geschäft der Kunstmessen durchsetzen.

Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sich alle Beteiligten mit Eifer und Vorfreude in die Arbeit für die zweite Ausgabe der ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL (ASC) vom 19.- 21.Oktober 2018 stürzen, zu der sich ungefähr 50 Galerien und Kunsthändler ein Stelldichein geben. Zum gleichen Zeitpunkt findet, und das sogar „Tür an Tür“ im Messezentrum Salzburg die Classic-Expo statt, die als wichtigste Oldtimermesse Österreichs gilt.

Präsentiert werden von Johanna Penz schwerpunktmäßig internationale zeitgenössische Kunst von aufstrebenden wie auch von arrivierten heimischen und internationalen Künstlern und Künstlerinnen, Hinzu kommen erlesene Kostbarkeiten aus älteren Zeiträumen. Es ist ihr ein Anliegen, Schwellen abzubauen und die Kunst aus ihrem Elfenbeinturm herauszuholen und jedem Besucher seinen individuellen Zugang zur Kunst zu ermöglichen. 

Da liegt es auf der Hand, dass schon jetzt von einer großartigen Symbiose zwischen den „Living Legends“ der Automobilbranche und der hochkarätigen Kunst gesprochen wird. Dabei begegnen sich Frau Penz von der ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL und die Veranstalter der Classic- Expo mit Ihrem hochkarätigen Angebot auf Augenhöhe. Eine fantastische Gelegenheit, Oldtimer und Kunst „Tür an Tür“ zu genießen. Dies unterstreicht auch Michael Wagner, der Geschäftsführer des Messezentrums Salzburg, wenn er zum Ausdruck bringt, dass „die Synergien für Liebhaber schöner Objekte der Kunst sowie für Oldtimer“ unverkennbar gegeben sind.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann heute bereits gesagt werden, dass Salzburg mit seiner sehr guten Verkehrsanbindung nicht nur für Sammler, sondern auch für Interessenten aus dem west-österreichischen und bayerischen Raum aber auch aus Südtirol sowie der Schweiz zu einem neuen kristallinen Punkt im Bereich der bildenden Kunst werden kann

Auch die 23. Art Innsbruck vom 17.-20. Januar 2019 hat man im Team um Frau Penz jetzt schon im Fokus der Vorbereitungen.

Vielen Dank für das Interview, Harald Scheerer.

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